…and so it ends…

Auf jeder Reise gibt es eine Endstation, wo der Mensch erkennt, dass er aussteigen muss, um eine neue Reise anzutreten. Ich habe meine Endstation gefunden und bin heute nach Hause gekommen. Nehme viel mit von dieser Reise und bin sehr froh, dass ich sie auf mich genommen habe. Hatte einen schwierigen Start aber es war die Realität. Habe mich manchmal alleine gefühlt, auch das war die Realität. Habe sehr schöne Orte gesehen und ganz tolle Menschen kennengelernt, alles pure Realität. Was nicht toll oder gut war, hat mich gestärkt und alles was schön war, hat mich mit Glück erfüllt.

Sechs Wochen alleine unterwegs sein, war nicht immer sehr einfach. Ich war 6 Wochen lang mein Bodyguard. 6 Wochen lang war ich die einzige Person auf die ich mich verlassen und vertrauen konnte. Noch nie empfand ich Ferien so intensiv und real. Noch nie kamen mir Ferien so lange vor. Habe noch nie in 6 Wochen so viele Geschichten auf einmal gehört und noch nie in meinem Leben meine Geschichten innerhalb von 6 Wochen so oft erzählt. Noch nie so viele verschiedene Menschen aus allen Ecken dieser Welt kennengelernt.

Was ich noch 4 Wochen mache? Das entscheide ich noch aber höchstwahrscheinlich gehe in meine Heimat meine Schwester besuchen, die ich in diesen Ferien ausserordentlich vermisst habe!

Vielen DANK allen die mich auf dieser Reise begleitet haben. Habe eure lieben Worte sehr geschätzt und freue mich so sehr auf euch alle!!!

Alles Liebe, Funda

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Auf dem Weg von Lake Tahoe nach Santa Monica

Bin wieder zurück in Santa Monica seit zwei Tagen. Der Roadtrip war wunderschön. Der Sequoia & Kings Canyon sind wirklich sehr schön. Habe sehr schöne Orte gesehen, die ich niemals beschreiben könnte. Da ich kein Fotoappart mehr habe, nicht einmal mehr richtig zeigen kann :). Wichtig ist ja, dass sie in mir sind :). Nach drei Tagen Lake Tahoe bin ich nach Gilroy gefahren. Dort gibt es ein Premium Outlet mit 140 Stores, also ein Paradie für eine Shoppingtusse :). Habe natürlich viel geshoppt und mich in einem Wunderland der Outlets verloren. Wort und wörtlich verloren, da ich die Zeit auch nicht mehr so im Griff hatte. So wurde es spät, bis ich dort abfuhr. Wollte weiterziehen nach Bradley und dort auf einem Campingground übernachten. Die Fahrt dorthin war nur Pampa alles gelbe, ausgerottete Landschaften und sonst nichts. Irgendwie hat die Autobahn nie aufgehört. Dann wo sie für mich aufhören sollte, habe ich die Ausfahrt verpasst :). So ging ich weiter und das Navi hat neu kalkuliert. Der Weg wurde noch länger und der Tank war halb voll also dachte ich na nu, fahre ich halt einen Umweg für nach Bradley :). Habe nicht damit gerechnet, dass der Umweg über einen Pass geht und eine magische Kraft den Tankzeiger immer wie mehr nach unten zog. Es kam mir vor, als ob ich die erste Person gewesen bin, die diese Strassen jeh mal durchgefahren ist. Weit und breit keine Lichter…

Ich fuhr ca. 20 Meilen weiter und dann wusste ich, ich habe nochmals 20 Meilen zu fahren bis zum Campingground. Dann habe ich über das Navi eine Tankstelle gefunden die ca. 10 Meilen von meinem Standort weg war. Fuhr dort hin und fand eine Tankstelle mitten in der Pampa mit einem kleinen Laden neben an. Leider konnte ich nicht mit der Kreditkarte tanken, da man im Laden bezahlen müsste. Da dieser zu war, dachte ich, jetzt darfst Du Panik auslösen :).

Fuhr weiter und fand auf dem Weg ein Haus und hielte davor an und sah im Fenster eine Frau. Ich hoffte, dass jemand nach draussen kommt und mich evt. fragt was ich da mache. Da niemand rauskam wollte ich auf dem Vorplatz wenden und bin in der Dunkelheit über etwas gefahren und habe das Auto unten ordentlich angeschlagen. Da war der Punkt als ich anfing zu zittern :).

Da kam die Frau raus und schaute neugierig in meine Richtung. Ich stieg aus und fragte sie, ob ich sie was fragen darf damit sie weiss, ich bin eine Frau und evt. harmloser als ein Mann :). Sie sagte, ja sicher. Dann schaute sie mich mit grossen Augen an und fragte mich: „Was machst Du hier ganz alleine?“ Ich so: „ich reise“. Da kam sie zu mir und ich habe ihr mein Problem erkärt. Sie meinte, sie wohne nicht da und würde kurz ihre Schwester fragen, ob es hier eine andere Tankstelle gibt. Da kam sie mit ihrer Schwester zurück und nach 2 Minuten reden meinte sie, ich solle hier nicht alleine herumreisen und solle doch über Nacht in ihrem Haus schlafen. Vor Erleichterung kamen mir die Tränen :).

Sie meinte pack deine Sachen komm rein und fühle dich wie zu Hause. Sie ging ins Haus und ihre Schwester sagte zu mir. Weisst Du was, es gibt immer einen Grund weshalb Dinge passieren. Es gibt einen Grund weshalb Du hier bist. ??? Ich schaute sie mit grossen Augen an und dann sagte sie, meine Schwester hat gerade erfahren, dass sie nur noch 3 Monate zu leben hat. Sie hat Krebs. Dann sagte ich, dass es mir leid tut und auch meine Mutter Krebs hatte. Dann drückt sie mir den Finger an die Brust und sagte: „Daaa siehst Du, hatte ich ja gesagt. Es gibt einen Grund weshalb Du hier bist“ ???

Es war ein altes Ranchhaus. Sah alles richtig amerikanisch aus. Der Vater war noch da. Sie waren bei ihr, weil die Chemotherapie am Freitag beginnen sollte. Sie setzten sich alle drei vor mich hin und stellten mir viele Fragen. Wollten meine Geschichte hören. Was mich bewegt alleine zu reisen. Was ich gelernt habe auf dieser Reise… Mit Bewunderung hörten sie mir zu. Fühlte mich wie ein Star. Meine Geschichten mischten sich in die ihre… und ihre in meine… Meine Mutter war sehr stark während sie Krebs hatte. Habe versucht, ihr Mut zu machen und nicht aufzugeben… Sie hat mich immer wieder umarmt und gesagt wie froh sie sei, eine positive Krebsgeschichte zu hören…

Ich weiss, es war gefährlich, was mir passiert ist. Ich weiss, ich hätte auch Pech haben können aber hatte ich nicht und somit bin ich sehr froh, dass es mir passiert ist, weil diese Geschichte werde ich niemals vergessen.

Als ich am nächsten Tag Geld angeboten habe für die Übernachtung, wurde es abgelehnt und man wollte mir sogar Geld mitgeben, obwohl ich gesagt habe ich habe genug Geld. Die Familie war so froh, dass es mich dort hin getrieben hat… Sie fuhren mit mir sogar zur Tankstelle und tankten für mich. Ich hatte keine andere Wahl, ich durfte nicht selber bezahlen.

Wie ich am Anfang meiner Reise geschrieben habe, jede Geschichte die auch nicht meine ist, bereichert mich. Gelernt habe ich viel. Dass wir Menschen immer wieder die selben Geschichten einander erzählen. Genau gleich leiden, nur zu verschiedenen Zeitpunkten… Leider sind nicht alle in der Lage zu erkennen, weshalb sie wo stehen und dass die Geschichte die sie gerade von einem anderen Menschen gehört haben, eigentlich eine leicht abgeänderte Version der eigenen Geschichte ist…20130714-162710.jpg20130714-162733.jpg20130714-162749.jpg20130714-162835.jpg20130714-162856.jpg20130714-162903.jpg20130714-163012.jpg20130714-163024.jpg20130714-163037.jpg20130714-163114.jpg20130714-163143.jpg

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Neue Erkenntnisse

Hatte es bereits schon erwähnt, Chicago hatte mir nicht so gefallen. Trotzdem, da ist was, was mir sehr gefallen hat und mich auf neue Erkenntnisse gebracht hat. In Chicago habe ich im Hostel ganz tolle Leute kennengelernt. Das Hostel war sehr familiär. Wenn ich aus meinem Zimmer hinauslief, stand ich in der Küche :). Einige sassen immer dort und sorgten für Unterhaltung. Es war wirklich wie zu Hause. Die Stadt hat mir zwar nicht gefallen aber die Leute haben es ausgemacht. Fühlte mich wohl dort. Um diese Leute herum, konnte ich zum ersten Mal mich wieder entspannen und einfach VERTRAUEN. Ist als, ob ich meine Seele, die mit der Zeit wirklich schwer werden kann, endlich mal absetzen konnte und mich zurück lehnen konnte. Merke, wieviel Energie es braucht, dauernd ohne Vertrauen unterwegs zu sein. Deshalb, Chicago war für mich anders schön, sie wurde schön, weil es auch im Herzen stimmte…

Das heiss?????? Zu Hause ist es am schönsten 🙂

Habe einen 74 jährigen Mann kennengelernt. Ein total durchgeknallter Mann mit grossem Herz. Er war mit dem Fahrrad unterwegs. Hatte vor, die Route 66 von Chicago bis nach Los Angeles zu fahren. Dann erzählt er mir noch, wenn er schon da ist, möchte er auch die Route von San Francisco nach Mexico fahren 🙂 Ja, wenn er doch schon mal da ist :). An seinem letzten Abend in Chicago, wollte er unbedingt Karaoke singen. Ich war nicht dabei, habe aber erfahren, dass er es wirklich gemacht hat. :).

Habe bereits schon ganz viele interessante Geschichte gehört. Diese machen das Reisen interessant. Nehme viel mit…

Blogging Time :)

Sind kaum mehr als zwei Wochen her, seit ich in den Staaten bin. Ordne im Moment viele Eindrücke im Kopf. Der Start war „saudoof“ :), habe ich aber hinter mir und kann bereits darüber lachen. Das Reisen alleine ist sehr „speziell“. Du kommst an einen Ort, alles ist neu, Du möchtest es mit jemandem teilen oder einfach nur die ersten Eindrücke austauschen, da ist aber niemand. Muss mich richtig zurückhalten. Ist als ob ich reden würde, aber die Stimme versagt. Sinnlos kommt es mir vor, diese Momente nicht richtig ausleben zu können. Solche Momente machen mir Mühe. Frage mich, was machst Du hier alleine?! Die Antwort kann ich mir jetzt mittlerweile geben. Bin ja gar nicht alleine, bin eigentlich nur auf mich alleine gestellt. Alleine bin ich nicht, das bin ich nie. Meine Liebsten sind nur weit weit weg und leider gibt es hier viele Menschen, die Wort und wörtlich zu dumm sind, um Steine zu hüten. Die Kombination von allem, bereitet mir von Zeit zu Zeit Mühe.

Ich spüre mich heute wie noch nie in meinem Leben. Habe nämlich nur mich, der auf mich aufpasst. Ich weiss, wenn was passiert, muss ich es selber lösen und muss es alleine durchleben. Deshalb versuche ich ja sehr gut auf mich und auf meine Sachen aufzupassen. Wie mehr ich es versuche, passieren mir Dinge wie, dass ich am 5. Tag in New York meine Kamera liegen lasse und einige Tage später in Washington D.C. meine Koffer vergesse abzuholen und in Chicago das Trottoir nicht gesehen habe und meinen Fuss verstaucht habe, so dass es mir ordentlich weh tut jetzt :). Hinke in der Gegend herum :). Lache mich gerade platt!!! Kommt alles gut mit mir oder?!?!

Waren viele Emotionen unterwegs mit mir seit zwei Wochen. Im Moment bin ich aber glücklich und sehr froh, dass ich hier bin und alle diese schönen Orte sehen darf. Habe schon sehr viele ganz tolle Leute kennengelernt, die supernett und wirklich vertrauenswürdig sind. Habe Freude, dass ich schon grosse Forschritte mit meinem Englisch gemacht habe. Habe gemerkt, die Menschen vertrauen mir sehr schnell und somit fällt es mir auch einfach zu vertrauen.

Zu Chicago habe ich noch nichts erzählt. Hat mir nicht so gefallen. Eine Stadt mit null Charme. Trotzdem, sie hat eine interessante Geschichte, habe gerne zugehört während der Stadtbesichtigung. Mein Hostel war ca. 20 Minuten entfernt vom Down Town und dort war es hingegen schön. Die Umgebung war sehr farbig und es lief was.

Sobald ich gute Leute um mich habe, ist der Ort eigentlich egal. Habe schon viele Geschichten erzählen gehört. Genau diese Momente, erfüllen mich mit Glück und bereichern mich.

Bald folgen Bilder von Chicago…